16.01.2020

FinTech, Blockchain und KI: Korea, China und Hongkong geben Gas

Fast schon traditionell ist der Trip, organisiert von Frankfurt Main Finance, Anfang Januar nach Südkorea und zum Asian Financial Forum (AFF) in Hongkong. Dieses Mal standen FinTech, Blockchain und natürlich KI im Mittelpunkt der zahlreichen Meetings und Diskussionen.

In Seoul an der privaten Sogang Universität stellten Doktoranden von Prof. Sooyong Park neueste Forschungsergebnisse vor und diskutierten sie mit der Delegation. Eins wurde schnell deutlich: wenn man mit Silicon Valley auf Augenhöhe gelangen will, müssen die vielen spannenden asiatischen und europäischen kreativen Ideen noch stärker zusammengebunden werden.

Weiter ging es dann nach Hongkong, natürlich auch angesichts der aktuellen politischen Entwicklung ein spannender Ort. Doch das Asian Financial Forum war so buzzing wie immer und machte auch erneut deutlich, was für spannende Entwicklungen hier stattfinden. Neue Player, wie die WeBank, gewinnen in wenigen Jahren 200 Mio. Kunden und die Eröffnung eines Kontos dauert nur Sekunden. Da kann einem fast schon Angst werden.

Auch wurde auf dem AFF deutlich: Wer Hongkong schon abgeschrieben hat, täuscht sich. Es bleibt weiter ein Hub Richtung China aber auch für Ideen, die in ganz Südostasien relevant sind. Deutlich wurde dies auch durch die beiden Keynote Speaker während der Luncheons. Janet Yellen hielt ein glühendes Plädoyer für die Unabhängigkeit von Zentralbanken, gerade im Zeitalter von Populisten wie Trump. Am Dienstag stellte dann Prof. Banerjee, der aktuelle Gewinner des Wirtschaftsnobelpreises, sein Konzept zur Überwindung von Armut vor. Nicht das chinesische Modell schwebt ihm vor und auch nicht das Gießkannenprinzip von Micro Finance, sondern die Förderung von Talenten und ihre objektive und gerechte Auswahl. So kommen Talented People zu dem notwendigen Geld, das mehr ist als nur ein Micro Finanzkredit, um die Wirtschaft in ihren Heimatländern und darüber hinaus nachhaltig anzuschieben.