Wie wird eine Kanzlei gegründet? Heute meistens als Spin Off von führenden nationalen oder internationalen Kanzleien. Doch in den 1990er Jahren war das – noch – anders. Dies war die Zeit, als sich viele deutsche Kanzleien erstmals zu überörtlichen Sozietäten zusammenschließen durften und wollten. Wie also entstand Schalast Rechtsanwälte Notare?

1995 – Etwas entsteht

Auf eine sehr einfache Art und Weise. Im Mai 1995 wurde ein Schild an die Wand eines Bürogebäudes im Frankfurter Westend in der Unterlindau gehängt. Davor lagen spannende Jahre in Berlin, vor allem mit Beratungsaufträgen für die Treuhand und (vor wenigen Jahren) privatisierten Unternehmen in den neuen Bundesländern. Die Gründungs-DNA bestand aus der Begleitung einer Buy und Build Strategie für einen Private Equity Fonds im sich konsolidierenden Breitbandkabelmarkt – davon gab es damals noch nicht so viele in Deutschland – sowie Real Estate basierte NPL Transaktionen. Es gab drei erste Mandanten, der britische Finanzinvestor Alchemy, eine Hypothekenbank mit Sitz in Berlin sowie der einstmals führende Zahnpastaproduzent der ehemaligen DDR. Die nächsten Stationen waren die Wilhelm-Hauff-Straße, wo die Kanzlei ihren Sitz bis 2005 hatte und ihre wichtige Rolle im Bereich Infrastruktur, Breitbandkabel/Telecommunications entwickeln konnte, und dann 2005 der Umzug in die Mendelssohnstraße 75-77. Doch die Jahre waren bewegt und der Crash des neues Marktes 2000 hat seine Spuren hinterlassen, insbesondere spürbar bei dem ersten Börsengang, den Schalast begleitete, die SMATcom AG, der drei Tage vor dem geplanten IPO abgesagt werden musste. Nichtsdestotrotz ging das Wachstum weiter, das dann 2007 mit den JUVE Awards für die „Mittelständische Kanzlei des Jahres", die „Kanzlei des Jahrs Frankfurt" sowie „Kanzlei des Jahres Telekommunikation" eindrucksvoll bestätigt wurde.

Die 2008er Jahre – Turbulente Zeiten und rasantes Wachstum

Doch 2007 war nur eine kurze Atempause, die Finanzkrise war schon im Anflug und materialisierte sich spätestens nach der Lehman Insolvenz im September 2008. Nichtsdestotrotz konnten die ursprünglichen DNA-Stränge der Kanzlei erfolgreich weiter ausgebaut werden. Aus der Private Equity fokussierten Transaktionspraxis entstand die heute breit aufgestellte Corporate/M&A Praxisgruppe, aus den NPL Transaktionen mit ihrem starken regulatorischen Impact eine der führenden Bank- und Finanzrechtspraxen im deutschen Finanzzentrum Frankfurt (und NPL gibt es natürlich immer noch). In der Folge wurde aus der Breitbandkabel-Boutique eine Full Service Kanzlei mit starken weiteren Akzenten in den Bereichen Arbeitsrecht, IT/IP und Litigation sowie neuen Büros in Berlin (ab 2006) und Hamburg (ab 2017).

Legaltech, Auszeichnungen und Internationalität

Des Weiteren wurde bereits früh das Thema LegalTech und LegalProjects mit der Akquisition der Tochtergesellschaft CLARIUS.LEGAL im Sommer 2017 aufgegriffen und ausgebaut. Eine Entwicklung, die dann dazu geführt hat, dass das international führende Branchenmagazin „The Lawyer" Schalast 2018 zur „Law Firm of the Year Germany" gekürt hat. Ein Grund dafür war sicherlich auch die erfolgreiche Integration in das Tier 1 (so Chambers zuletzt 2020) Netzwerk Multilaw während der 2010er Jahre und die damit einhergehende stetig wachsende Cross Border Tätigkeit. Die nächste Herausforderung steht aber bereits vor der Tür: Dies ist das Thema Sustainability: Schalast wurde Anfang 2020 zu einer Carbon Neutral Law Firm, die wichtige United Nations Goals im Bereich Sustainability verfolgt.

Schade nur, dass die 25 Jahre Party auf unserer Dachterrasse wegen Corona nicht stattfinden kann, aber die letzten Monate haben gezeigt, wie Mandanten und Law Firms digitaler werden und kommunizieren können. Und wir werden sie nachholen, versprochen!

Aus dem kleinen Anfang in der Unterlindau wurden so heute über 50 Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälte in Frankfurt, Hamburg und Berlin und darüber hinaus ein Team von 15 Berufsträgerinnen und Berufsträgern bei CLARIUS.LEGAL.

Und wir freuen uns auf die nächsten 25 Jahre!